Mein Weg in die Selbstständigkeit als Webdesigner

Warum ich den Schritt aus der Agentur in die Selbstständigkeit gewagt habe, wie ich mich vorbereitet habe – und was mir dabei am meisten geholfen hat. Ein ehrlicher Erfahrungsbericht.

Bis Mitte 2024 war ich noch angestellt – in einer Agentur, in der ich mich eigentlich richtig wohlgefühlt habe. Ich habe dort Remote aus Leipzig gearbeitet, die Agentur selbst sitzt in Heidelberg. Die meisten Kollegen waren ebenfalls im Homeoffice, MS Teams und Co. waren durch Corona längst etabliert.

Von der Agentur zum eigenen Weg 

Ich war zufrieden: gutes Gehalt, spannende Projekte, nette Kolleg:innen. Mir war nie langweilig, und ich hatte das Gefühl, einen guten Job zu machen. Trotzdem kam mit dem Remote-Arbeiten ein Gedanke auf, der mich nicht mehr losließ: Was wäre, wenn ich das alles auch auf eigene Faust machen könnte?

So entstand ziemlich schnell die Idee, mich selbstständig zu machen. Der Gedanke war irgendwie aufregend – aber auch total absurd. Ich bin kein Kommunikationstalent, nicht besonders schlagfertig, und Smalltalk ist eher nicht mein Ding. Also eigentlich alles andere als die Idealbesetzung für jemanden, der eigene Kunden betreut.

Zweifel, Recherche und erste Hoffnung

Trotzdem habe ich angefangen, zu recherchieren: Risiken, Chancen, Erfahrungen von anderen. Ich habe Foren gelesen, YouTube-Videos geschaut und mich Schritt für Schritt an das Thema herangetastet. Und irgendwann war mir klar: Wenn ich es jetzt nicht versuche, dann wahrscheinlich nie.

Warum gerade jetzt der richtige Zeitpunkt war

Ich hatte Glück: Ich wusste, dass ich Gründungszuschuss vom Arbeitsamt bekommen kann – das heißt, ich bin in der Anfangszeit finanziell abgesichert. Und auch sonst standen die Zeichen gut: Ich hatte erste Kontakte, ein Portfolio, ich wusste, was ich kann. Und was mein Lebensunterhalt angeht: Ich wohne zu zweit, habe kein Auto, keine großen Fixkosten – das macht vieles einfacher. Ich wusste: Selbst wenn’s nur halb läuft, komme ich eine Weile klar.

ChatGPT, Businessplan und viel Input

Was mir in der Planungsphase extrem geholfen hat, war – kein Witz – ChatGPT. Ich habe damit Ideen sortiert, mir Dinge erklären lassen, sogar meinen Businessplan geschrieben. Schreiben ist eigentlich nicht meine Stärke, aber mit etwas Hilfe ging’s dann doch.

Noch ein großer Schub kam durch ein Existenzgründerseminar. Da habe ich zufällig Leute kennengelernt, die in einem ähnlichen Bereich unterwegs waren – und ab da wusste ich: Das wird schon irgendwie. Und wenn nicht – dann suche ich mir halt wieder einen Job. In der Branche gibt’s genug Stellen.


Wo ich heute stehe – Freiheit statt Wachstum um jeden Preis

Etwa ein halbes Jahr später läuft alles gut. Ich habe regelmäßig kleinere Aufträge – keine riesigen Projekte, aber genau so, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich will nicht wachsen um jeden Preis, sondern frei und flexibel arbeiten, Kunden direkt betreuen, Erfahrungen sammeln und Projekte umsetzen, hinter denen ich stehen kann. Und genau das mache ich jetzt.

Wenn du auch überlegst, dich selbstständig zu machen – oder schon mittendrin bist – schreib mir gern eine Mail oder nutze mein Kontaktformular. Ich tausche mich gern aus.